Stellt sicher, dass eure Assistenten bei euch bleiben!

Sicherstellen, dass unser Team auch unser Team bleibt!

Eine der größten Sorgen jedes professionellen Kampfkunstlehrers ist, dass einer seiner Assistenten eines Tages beschließt, sich selbstständig zu machen. Daran ist an sich noch nichts Schlimmes, doch wie sieht es aus, wenn er einen Teil des Schülerstamms einfach mitnimmt? „Das kann der doch nicht machen“, werden jetzt viele denken, doch wie oft ist das schon passiert? Deshalb sollten wir uns darüber Gedanken machen, wie wir unsere Assistenten bei der Stange halten können.

Frank Silverman, der Executive Director der Martial Arts Industry Association, hat dafür beim Kampfsportelite-Erfolgskongress in Dortmund drei Strategien erklärt.

Erstens: Bezahlt eure Assistenten gut. Ein hauptberuflicher Kampfkunstlehrer muss von seiner Arbeit gut leben können. Zwar mag es sein, dass ihr in eurem Team einige ehrenamtliche Helfer habt, doch richtig verlassen könnt ihr euch in der Regel nur auf die, die ihr bezahlt. Gegenüber denen, die euch unbezahlt helfen, habt ihr auch keinerlei Sanktionsmöglichkeiten. Was ist, wenn einer eurer Assistenten mal einfach keine Lust hat? Wenn ihr ihn pro Stunde bezahlt, stellt sich diese Frage nicht. Toni Dietl vom Karate-Team Bodensee hat einen großen Mitarbeiterstab und ein ausgeklügeltes Belohnungssystem. „Da ist keiner krank“,  sagt Dietl.

Der zweite Punkt ist, den Assistenten Anerkennung zukommen zu lassen, die Bühne mit ihnen zu teilen. „Wenn ihr die großen Meister seid, die all den Ruhm ernten, und eure Assistenten die arbeit machen, kann das nicht lange gut gehen“, erklärt Silverman. Deshalb sei es wichtig, die Arbeit der Assistenten auch öffentlich zu loben und ihnen das Gefühl zu geben, für die Schule wichtig zu sein.

Doch damit nicht genug. Für die Zufriedenheit eines Mitarbeiters mg noch mehr nötig sein, und zwar „was immer er will“. Das mag sich schwierig und willkürlich anhören, doch der eine braucht vielleicht die Zeit und Möglichkeit, sich auf Wettkämpfe vorzubereiten und daran teilzunehmen. Andere wollen sich eventuell weiterbilden und brauchen Flexibilität, was ihre Arbeitszeit angeht. Oder sie wollen sich in der Kampfkunst weiterentwickeln und hätten gerne regelmäßig Privatunterricht. Findet die Bedürfnisse eurer Teammitglieder heraus und tut, was ihr könnt, um sie zufrieden zu stellen – sie sind das Wertvollste, was ihr habt!

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