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Ein steigender Pegel hebt alle Boote

Juni 7, 2010

Letzte Woche kam brachte eine Mutter ihren knapp fünfjährigen Sohn zu uns ins Probetraining. Sie erzählte, dass er vor einem Jahr bei einem Schnuppertraining bei einem Straßenfest mitgemacht hat. Allerdings nicht bei uns, es war in einer anderen Stadt. Offensichtlich hat der Lehrer bei diesem Straßenfest etwas richtig gemacht – sonst würde die Mutter ihren Sohn jetzt nicht zum Kampfkunsttraining bringen.

Wenn ich Vorführungen anderer Kampfkunstschulen sehe, hoffe ich immer , dass die einen guten Job machen. Niemand hat etwas von schlechten Vorführungen oder schlechtem Unterricht, der Interessenten vergrault. Denn nur selten besucht jemand mehrere Schulen und entscheidet sich dann für die beste – die meisten entscheiden sich dann doch für Fußball oder Tanzen, wenn ihnen eine Probestunde nicht gefallen hat.

Auch Zeitungsberichte über fremde Vereine oder Schulen sollten keinen Anlass zur Eifersucht geben, denn wenn die Kampfkünste ganz allgemein im positiven Licht dastehen, hilft das allen. Anders ausgedrückt: Ein steigender Pegel hebt alle Boote.

Allerdings gilt das auch im negativen Sinn: Wenn Kampfsportler einer Schule in Schlägereien verwickelt sind oder sich gar an Schülerinnen vergehen, zieht das den Ruf aller Kampfkünste nach unten.

Schon deshalb ist es die Pflicht eines jeden Kampfkunstlehrers, stets am Ruf der Kampfkünste zu arbeiten. Hier einige Tipps:

Behandelt eure Schüler mit demselben Respekt, den ihr von ihnen einfordert.

Seid pünktlich – wer die Uhr und den Kalender lesen kann, zählt schon zu den Topleuten.

Bewegt euch. Versucht, jeden Schüler in jeder Stunde mindestens drei mal anzusprechen, anzuschauen, zu loben, mit Namen zu nennen oder zu korrigieren.

Erwischt die Schüler dabei, wenn sie etwas gut machen, und lobt sie dafür.

Eure Aufgabe ist es, die Schüler zu begeistern.

Plant euren Unterricht.

Kritisiert nicht falsches Verhalten, sondern sagt, was der Schüler machen soll. (Bleib auf deinem Platz stehen)

Fitnessübungen sind keine Strafe…

Je mehr Menschen wir für die Kampfkünste begeistern können, umso besser für uns alle. Lasst uns daran arbeiten!

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