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Interesse wecken: Wie wir neue Schüler in unsere Schulen bekommen

November 19, 2009

Als begeisterte Kampfkunstlehrer würden wir am liebsten immer nur auf der Matte stehen und motivierte, talentierte Schüler unterrichten. Und weil unser Unterricht so gut ist, gehen wir davon aus, dass die Schüler „ganz von alleine“ zu uns kommen – ganz nach dem Motto: „Wer zu uns kommen will, der wird uns schon finden.“ Doch leider funktioniert das nicht – um eine neue Gruppe von Schülern aufzubauen oder unsere Schule zu vergrößern, müssen wir schon etwas mehr tun. 10³ beschreibt das Minimum an monatlichen Marketing-Maßnahmen für Sportschulen, die sich vergrößern wollen. Das sind im Detail 1000 Flyer, die verteilt werden, 100 höherwertige Karten, mit denen Gäste zu Probestunden eingeladen werden und 10 Plakate, die an strategisch wichtigen Punkten (Bäcker, Supermarkt, Kindergarten, Schule) aufgehängt werden. Manche Schüler sind froh, wenn sie für uns eine Hand voll Flyer verteilen oder ein Plakat aufhängen können. Wer es sich leisten kann, schaltet zudem noch eine Anzeige in einem lokalen Freizeitmagazin oder einer Zeitschrift, die sich an Eltern richtet. Doch wie soll so ein Flyer oder ein Plakat aussehen? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, jedoch sollten attraktive Menschen darauf zu sehen sein, die keine gewalttätige Techniken zeigen, sondern einfache Sachen, so dass sich jeder Betrachter denkt: „Das kann ich auch.“ Inzwischen gibt es auch Firmen, die fertige Werbekonzepte für Kampfsportschulen anbieten (www.Kampfsportelite.com). Obwohl 10³ das monatliche Marketing-Minimum beschreibt, reicht das noch nicht aus, um eine Schule aufzubauen. Es fehlen noch die Sonderveranstaltungen: Am 15. eines jeden Monats sollten fünf Marketing-Aktionen für den nächsten Monat geplant sein. Zum Beispiel ein Tag der offenen Tür, Kindergeburtstage, Vorführungen, Vorträge in Schulen und Seminare für Nicht-Mitglieder. Jeden Monat sollten mindestens fünf solcher Aktionen stattfinden, damit unsere Schule im Gespräch bleibt. Über diese Aktionen wecken wir Interesse bei Menschen, die sich bislang noch nie mit Kampfsport beschäftigt haben. Unsere Aufgabe ist es, ihnen die Vorteile des Kampfsporttrainings nahezubringen. Denn unser Programm ist viel zu wichtig, um nur von ein paar Wenigen in Anspruch genommen zu werden. In der nächsten Ausgabe von Taekwondo Aktuell geht es darum, den Anmeldeprozess in unseren Schulen so effektiv wie möglich zu gestalten, also die „perfekte Schnupperstunde“ zu kreieren. Über den Autor: Marc Sigle, 4. Dan Karate, 3. Dan Taekwon-Do, ist seit 1989 Kampfsport-Journalist und betreibt seit 2003 eine Schule für Kampfkunst und Selbstverteidigung in Esslingen am Neckar. Mehr Informationen über seine Konzepte unter http://www.Wegweiser-System.de

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Lasst euch helfen – damit ihr nicht nur auf der Matte Erfolg habt!

Oktober 29, 2009

Stellt euch vor, einer eurer Grüngurt-Schüler sagt, er möchte sich in eurer Schule abmelden und künftig für sich alleine trainieren – er habe genug gelernt und könne sich ja noch aus Büchern, DVDs und Seminaren weiterbilden. So was passiert, auch wenn erfahrene Trainer darüber den Kopf schütteln. Schließlich haben auch hochgraduierte Kampfsportler noch Lehrer, bei denen sie Unterricht nehmen. Schließlich bieten die Kampfkünste einen Weg des lebenslangen Lernens. Interessanterweise sind es genau diese Lehrer, die jedes Jahr viel Zeit und Geld für ihre Weiterbildung in Sachen Kampfkunst in die Hand nehmen, die keine besonders erfolgreichen Schulen betreiben. Nicht, dass sie kein Geld mit ihrer Kampfkunst verdienen wollen, sie wissen nicht, wie das Kampfkunst-Geschäft funktioniert. Aber das kann man lernen, genau so wie treten und schlagen. Man muss sich nur damit beschäftigen. Und ein Unternehmer – ein Sportschulbetreiber ist nichts anderes – sollte mindestens genauso viel Zeit und Energie in die Entwicklung seines Unternehmens wie in sein Produkt investieren. Es reicht also nicht, ein ausgezeichneter Kampfkunst-Lehrer zu sein: Wenn die Abläufe, das Marketing und der Verkauf nicht stimmen, ist eine Kampfkunst-Schule zum Scheitern verurteilt. Deshalb möchte ich mit dieser Seite und dem Wegweiser-System unserer Branche zu mehr Erfolg und Anerkennung verhelfen.

Inzwischen gibt es zahlreiche amerikanische Firmen, die Beratung für Kampfkunstschulen anbieten und zudem auch fertige Marketing-Kampagnen zur Verfügung stellen. Allerdings in englischer Sprache. Auch in Deutschland finden inzwischen regelmäßig Seminare zum Thema „Kampfkunst & Business“ statt. Neben dem Wissen, das hier vermittelt wird, bietet sich hier auch die Gelegenheit zum Austausch mit Gleichgesinnten. Denn nur wer eine professionelle Schule leitet, kann die Sorgen und Probleme anderer Schulleiter verstehen. Und oft kennt einer längst die Lösung für ein Problem, das einem anderen Schulleiter als unlösbar erscheint. Wer also seinen Lebensunterhalt als Kampfkunstlehrer verdienen möchte, sollte sich auch in Sachen Business weiterbilden und sich am besten einen Mentor suchen. Dieser Weg hat ihm zum Erfolg als Kampfkünstler verholfen, und im Kampfkunst-Geschäft wird es nicht anders sein.